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Fakultaet fuer Wirtschaftswissenschaft
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Die Vortragsreihe
Volkswirtschaft aus der Praxis

richtet sich besonders an die zukünftigen Volkswirtinnen und Volkswirte aus unserer Fakultät. Für die Veranstaltungen, die zweimal im Semester stattfinden, werden Vortragende gewonnen, die nicht nur interessante und aktuelle Themen behandeln, sondern die durch ihre erfolgreiche Karriere als in der Praxis wirkende professionelle Ökonomen die vielfältigen Berufsperspektiven für Volkswirtinnen und Volkswirte verkörpern und ihnen als Ansprechpartner in Hinblick auf Praktika und den Einstieg ins Berufsleben dienen können.

Die Vortragsreihe soll vor allem auch die professionelle Identität der Volkswirtinnen und Volkswirte an unserer Fakultät stärken und den Kontakt zwischen den Lernenden und Lehrenden der Volkswirtschaftslehre intensivieren.

Sie wünschen persönliche eMail-Einladungen für die Veranstaltungen des VWL-Clubs und Zusendung der Vortrags-Abstracts? Bitte registrieren Sie sich für den „VWL-Club“ per eMail an claudia.zieprich@ovgu.de


14. Juni 2010, 17 Uhr, Volksbank-Hörsaal (G 22 A-H2): Dr. Erich Loeper
Deutschen Bundesbank, Leiter Zentralbereich B: Banken und Finanzaufsicht

Zur Praxis der Bankenaufsicht in Deutschland: Derzeitige Vorgehensweise und zukünftige Handlungsnotwendigkeiten

 

 

Zu den immer noch ungelösten Problemen der internationalen Finanzmarktkrise gehört auch die umfassende Neuordnung der nationalen und internationalen Bankenaufsicht. Es hat sich gezeigt, dass die bisherigen Strategien und Regelungen den weitreichenden Veränderungen an den globalen Finanzmärkten nicht haben gerecht werden können. So wird für Deutschland ausweislich des Koalitionsvertrages der gegenwärtigen Bundesregierung z.B. die Übertragung der Bankenaufsicht auf die Deutsche Bundesbank geplant. Der Referent skizziert aus der Perspektive der Zentralbank die bestehenden Defizite und die notwendigen Anpassungen im Bereich der Bankenaufsicht.


21. April 2010, 17 Uhr, Volksbank-Hörsaal (G 22 A-H2): Dr. Bruno Hollnagel
Portfoliomanager (mehrfacher Buchautor, Vorlesung (Relativitätsökonomie) in Teheran (Iran))

Relativitätsökonomie am Beispiel der Finanzkrise

 

 

Der Vortrag erläutert aus der Perspektive der Relativitätsökonomie die generelle Funktionsweise der Wirtschaft im Kleinen wie im Großen. Es wird deutlich, dass die Relativitätsökonomie ohne Ausnahmeregelungen auskommt, keiner einschränkenden Bedingungen bedarf und die Vorgänge in einer Plan- wie in einer freien Wirtschaft zu erklären vermag. Es wird dargelegt, dass alles Wirtschaften dreier Grundbedingungen bedarf. Entscheidend ist dabei, dass die Kraft und die Wirkrichtung des Wirtschaftens 1. durch die Relationen dieser drei Grundbedingungen untereinander und 2. durch die Relationen ihrer Faktoren innerhalb der einzelnen Grundbedingungen bestimmt ist. Es wird auch deutlich werden, was der eigentliche Grund für alle ökonomischen (und ggf. gesellschaftlichen) Spannungen ist. Am Beispiel der Finanzkrise wird die Relativitätsökonomie im Einzelnen näher erläutert. Es wird dargelegt, warum es zur die jetzigen Finanzkrise kommen musste und warum sie das Fundament für eine neue, möglicherweise noch schwerere Krise sein wird.


28. Oktober 2009, 15-17 Uhr, Volksbank-Hörsaal (G 22 A-H2): Dr. Jürgen Allerkamp Mitglied des Vorstandes der NORD/LB

Finanzkrise. Warum und wer ist schuld?

 

 

Die internationale Finanzkrise der letzten beiden Jahre ist die Ursache für den schwersten globalen Einbruch der Konjunktur seit der Weltwirtschaftskrise 1930/32. Ein prominenter Banker, Dr. Jürgen Allerkamp, Vorstand der Norddeutschen Landesbank (NordLB), stellt in seinem Vortrag unangenehme Fragen: Warum ist es soweit gekommen? Und wer war Schuld? Verdächtige sind Geldpolitik und Gier der Banker, Bankaufsicht und Bankregulierung, Ratingagenturen und Risikomodelle. Er fragt auch: Was muss sich ändern, damit so etwas nicht mehr vorkommt. Er nimmt dabei auch die deutschen Landesbanken selbst ins Visier. Er spricht dabei auch als Praktiker mit langjähriger Erfahrung im Topmanagement einer öffentlich-rechtlichen Bank im globalen Wettbewerb


22. Juni 2009, 17.15 Uhr, Volksbank-Hörsaal (G 22 A-H2): Prof. Dr. h.c. Herbert Rebscher, DAK, Vorsitzender des Vorstandes

Voraussetzungen und Grenzen wettbewerblicher Strukturen im Gesundheitswesen

 

 

Nicht zuletzt von der Einführung des Gesundheitsfonds und der Zugrundelegung eines einheitlichen Beitragssatzes in der gesetzlichen Krankenversicherung erwarten die politischen Akteure eine deutliche Intensivierung des Wettbewerbs unter den Versicherungsanbietern. Eine intensivere Analyse der wettbewerblichen Rahmenbedingungen offenbart indes, dass die erforderlichen Voraussetzungen für ein hinreichend kompetitives Verhalten aller Akteure im Gesundheitsmarkt nur sehr unvollkommen erfüllt sind. Der Referent deckt die Schwachstellen auf und skizziert den erforderlichen Änderungsbedarf.
Herbert Rebscher ist Vorsitzender des DAK-Vorstandes und seit 2005 zudem Honorarprofessor für Gesundheitspolitik und Gesundheitsökonomie an der Universität Bayreuth.


10. Dezember 2008, 17.15 Uhr, Volksbank-Hörsaal (G 22 A-H2): Prof. Dr. Andreas Wörgötter, OECD Paris, Leiter der Deutschland-Abteilung

Vorstellung des OECD-Wirtschaftsausblickes Dezember 2008

 

 

Viele OECD-Länder befinden sich derzeit inmitten oder am Rande einer lang anhaltenden Rezession, deren Ausmaß seit Anfang der 1980er Jahre ohne Beispiel ist.

Der OECD-Wirtschaftsausblick analysiert zweimal jährlich die großen Trends und untersucht, welche wirtschaftspolitischen Maßnahmen in den einzelnen Mitgliedstaaten zur Förderung eines hohen, nachhaltigen Wirtschaftswachstums erforderlich sind. Er enthält Daten zu allen OECD-Ländern, und es wird auch die Entwicklung in großen Nicht-OECD-Volkswirtschaften bewertet. Die am 25.11.2008 in Paris erstmalig vorgestellte Ausgabe behandelt die Aussichten bis Anfang 2010.

Der Wirtschaftsausblick stellt ein in seiner Art einzigartiges Instrument dar, um sich über die weltwirtschaftliche Entwicklung auf dem Laufenden zu halten.


23. April 2008, 17.00 Uhr (Volksbank-Hörsaal, G 22 A-021): Prof. Hans-Helmut Kotz, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bundesbank, Frankfurt a.M.

Finanzmarktturbulenzen – eine Herausforderung für die Geldpolitik

 

 

Prof. Kotz ist Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bundesbank mit Zuständigkeiten für die Zentralbereiche Märkte und IT sowie für das Zentrum für Ausbildung und Zentralbankkooperation. Er ist Honorar-Professor an der Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg, wo er Geld und Kredit (im Diplom-Programm) und Economics of European Integration (im Master of Finance Programm) unterrichtet. Darüber hinaus ist er u. a. Vorstandsmitglied des Konstanz Seminar on Monetary Theory, Mitglied des Programmbeirats des Center for Financial Studies, Frankfurt, des International Advisory Board, Blekinge Institute of Technology, Rönneby (Schweden), des Conseil d’Orientation der Revue d’Économie Financière, Paris, des Wissenschaftlichen Beirates des Centre Cournot pour la Recherche en Économie, Paris sowie des Wissenschaftlichen Beirates des Hamburger Weltwirtschaftlichen Instituts (HWWI), Hamburg. Zwischen 2002 und 2006 war er Mitglied des Experten-Panels für Finanzmarktfragen des Europa-Parlamentes. Er hat bei einer Reihe von Büchern als Autor und Herausgeber mitgearbeitet, war als Referee bzw. Gutachter u. a. für das Journal of European Integration, Kredit und Kapital, den National Endowment for the Humanities, Washington, und die Guggenheim Foundation, New York, tätig, veröffentlichte u. a. in der Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Kredit und Kapital, Intereconomics oder der Revue d'Economie Financière und ist Kolumnist bei der französischen Wochenzeitung Option Finance.


24. Januar 2008, 17.00 Uhr (G 22 A-020): Dr. Klaus Wiener, Geschäftsführer Research und taktische Allokation, Generali Investments Deutschland Kapitalanlagegesellschaft mbH

Die taktische Allokation im Generali Konzern

 

 

Dr. Wiener Wiener (geb. 1962) studierte Volkswirtschaftslehre in Osnabrück und an der University of Georgia, USA. Nach der Promotion zum Ph.D. begann er seine berufliche Laufbahn 1993 als Volkswirt bei der Commerzbank AG in Frankfurt. Zu den Schwerpunkten seiner Tätigkeit zählten neben Grundsatzfragen in quantitativen Methoden die Bereiche Auslandskonjunktur und Deutsche Geldpolitik. 1995 wechselte Dr. Wiener in die volkswirtschaftliche Abteilung der Westdeutschen Landesbank in Düsseldorf. Dort übernahm er unter anderem die Funktion als Sachverständiger im Wirtschafts- und Sozialausschuss der Europäischen Union zu Fragen der Währungsunion. Seit 1998 ist Dr. Klaus Wiener Chefvolkswirt von Generali Investments Deutschland, wo er mit Analysen und Prognosen zu Konjunktur, Zinsen, Aktien und Devisen sowie mit Länderrisikoanalysen betraut ist. Zum 1. Juni 2007 wurde Dr. Klaus Wiener zusätzlich in die Geschäftsführung der AMB Generali Private Equity GmbH berufen. Seit 1. Januar 2008 ist er Geschäftsführer der Generali Investments Deutschland Kapitalanlagegesellschaft mbH, zuständig für Research und taktische Allokation.


30. Mai 2007, 17.00 Uhr (G 22 A-020): Dr. Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes
Europäische Finanzmarktintegration und Lamfalussy-Prozess:
Beschleunigung der Harmonisierung oder neue Bürokratiehürde?

 

 

Der Lamfalussy-Prozess ist ein Vier-Stufen-Regulierungsansatz, der darauf abzielt, für die EU-Institutionen ein effektives System für die Ausarbeitung, Annahme und Umsetzung neuer Rechtsvorschriften auf dem Gebiet der Integration der Finanzmärkte zu etablieren. Der Abschlussbericht der letzten Überwachungsgruppe vom November 2004, der vor allem die europäischen Wertpapiermärkte abdeckte, zeigte, dass der Lamfalussy-Prozess bislang gut funktioniert hat. Gegenwärtig wird diskutiert, wie dieses Verfahren weiter vertieft und voll funktionsfähig gemacht werden kann.


11. Dezember 2006, 17.00 Uhr (G 22, H 2): Prof. Dr. Sonning Bredemeier, Generalbevollmächtigter und Chefvolkswirt der NORD/LB
 

Banken und Nachhaltigkeit

 


26. Juni 2006, 16.00 Uhr (G 22, H 2): Prof. Dr. Norbert Walter, Geschäftsführer Deutsche Bank Research und Chefvolkswirt der Deutsche Bank Gruppe
 

 

Was würde Erhard heute tun?

 

Würde er einem Land mit einer Staatsquote von fünfzig Prozent überhaupt noch das Etikett "Marktwirtschaft" zugestehen? Was würde er tun, wenn die Arbeitslosigkeit jahrelang bei 5 Millionen verharrt, das Wachstum praktisch versiegt und die Staatsschulden selbst im Verhältnis zum Sozialprodukt steigen?
Ludwig Erhard würde es auch heute wieder wagen, uns Deutsche dem Markt, dem globalen Wettbewerb auszusetzen. Er würde den Arbeitsmarkt, die Wachstumssektoren Gesundheit und Bildung entfesseln und eigenverantwortlichen, unternehmerischen Akteuren öffnen. Er würde die Steuer- und Abgabenlast so senken, dass wenigstens über die Hälfte des Markteinkommens verfügt werden kann. Und er würde betonen, dass dies insbesondere für die Bezieher mittlerer Einkommen gelten soll, damit sich für diese (Mehr-)Leistung lohnt. Und er würde wieder seinen Herzenswunsch äußern: die Stärkung der Zivilcourage, das Bekenntnis zum mündigen, zum engagierten Bürger.


24. April 2006, 17.00 Uhr (G 22, H 2): Dr. Asoka Wöhrmann, DWS Investments, Frankfurt/M.
 

Global Convergence, Global Liquidity and Global Imbalances

 

Der Vortrag konzentriert sich vornehmlich auf die Analyse strategischer Trends an den globalen Finanzmärkten. Dabei werden als Themenschwerpunkte Globale Konvergenz, Globale
Ungleichgewichte und Globale Liquidität durchleuchtet und Implikationen für den Finanzmarkt hergeleitet.


26. Januar 2006, 17.00 Uhr (G 22, H 2): Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln
 

Deutschland im beschleunigten Strukturwandel:  
Wie weit treibt die Deindustrialisierung?

 

Durch die Globalisierung vertieft sich die weltweite Spezialisierung der Leistungserbringung – Outsourcing-Aktivitäten nehmen zu. Für den Standort Deutschland hat dies eine erhöhte Deindustrialisierung im Sinne einer Tertiarisierung zur Folge. Aus dieser Form des Strukturwandels erwachsen veränderte Anforderungen an die deutsche Wirtschaftspolitik.


11. November 2005, 11.30 Uhr (G 22, H 2): Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe
 

Mittelstandsfinanzierung in Deutschland und die Mittelstandförderung der KfW Bankengruppe

 

Die Finanzmärkte befinden sich seit einigen Jahren im Umbruch, was zu einem hohen Wettbewerbsdruck im Bankensektor geführt hat. Infolgedessen ist gerade für kleine und mittlere Unternehmen, d.h. den Mittelstand, die traditionelle Finanzierung über Bankkredite deutlich schwieriger geworden. Die mittelständischen Unternehmen müssen sich daher auf den Wandel in der Unternehmensfinanzierung einstellen und die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Die KfW Bankengruppe unterstützt mit den Förderangeboten der KfW Mittelstandsbank die mittelständische Wirtschaft mit günstigen Fremd-, Mezzanine- und Beteiligungskapitalangeboten. Gleichzeitig werden innovative Ansätze, wie die Entwicklung des Verbriefungsmarktes in Deutschland, verfolgt, um dem Zugang des Mittelstands zum Kapitalmarkt den Weg zu öffnen.


Juni 2005 mit anschließendem VWL-Club-Treff: Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué, Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt
 

Die zweite Phase des Aufbaus Ost - zur Finanzpolitik des Landes Sachsen-Anhalt

 

Prof. Dr. Paqué ist Diplom-Volkswirt (Univ. Saarbrücken und Kiel, Univ. of British Columbia/Kanada). Promotion 1986 an der Wirtschafts- und  Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel, 1995 Habilitation. Ab 1991 war Karl-Heinz Paqué Wissenschaftlicher Direktor und Leiter der Forschungsabteilung I des Instituts für Weltwirtschaft an der Kiel. Seit 1996 lehrte er als Professor für Volkswirtschaftlehre, insbesondere Internationale Wirtschaft, an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Seit Mai 2002 ist Karl-Heinz Paqué Minister der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt.

Prof. Dr. Paqué, stellv. Landesvorsitzender der FDP Sachsen-Anhalt, Mitglied des Bundesfachausschusses Finanzen und Steuerpolitik der FDP und Mitglied des Bundesvorstandes der FDP, ist Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt und Mitglied des Bundesrates.


April 2005: Dr. Dietmar Hornung, Senior Economist bei der DekaBank. Er ist in der Volkswirtschaftlichen Abteilung für das Emerging Markets Research verantwortlich.



Die Märkte im Visier - Volkswirte im Asset Management

In seinem Vortrag gibt er einen Einblick in die Aufgaben der DekaBank-Volkswirte, nennt ihre internen wie externen Kunden. Darüber hinaus geht er auf zentrale Research-Instrumente ein, auf die sich die DekaBank-Volkswirte in ihrer Arbeit stützen. Dabei wird klar: Die Arbeit im Asset Management basiert in unmittelbarer Weise auf fundamentale volkswirtschaftliche Kenntnisse.


Januar 2005: Dr. Peter-R. Puf, Chief Economist der DaimlerChrysler AG:

DaimlerChrysler – 
Ökonomische Herausforderungen 
in einem 
globalen Unternehmen